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Geldanlage muss sich nach Sparzielen richten

Sparer sollten sich erst über ihr Sparziel, die geplante Anlagedauer und ihre Risikoneigung bewusst werden, bevor sie sich für eine Anlage entscheiden. Denn die verschiedenen Sparmöglichkeiten unterscheiden sich hinsichtlich Sicherheit, Liquidität und Rendite. Als Faustregel gilt: Eine Anlageform kann nie alle drei Merkmale vollständig abdecken. So bringen jederzeit verfügbare Anlagen, also solche mit hoher Liquidität, häufig nur geringere Renditen. Höhere Renditen sind nur realistisch, wenn Sparer einen längeren Zeithorizont haben und auch zwischenzeitliche Wertschwankungen akzeptieren. Wer beispielsweise langfristige Sparziele und gute Nerven hat, kann in Aktienfonds investieren. Sparer, die dagegen risikoscheuer sind, benötigen wertstabilere Anlagen wie offene Immobilienfonds. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.

Langfristiges Sparen für das Studium der Kinder: Aktienfonds erste Wahl
Wer seine Kinder bei der Finanzierung des Studiums unterstützen möchte, kann etwa die Hälfte des monatlichen Kindergeldes in einen Sparplan mit Aktienfonds einzahlen. Fonds mit deutschen Aktien erreichten in den vergangenen 20 Jahren eine durchschnittliche Wertentwicklung von 6,3 Prozent jährlich (Stichtag 31. Januar 2016), für 15 Jahre lag sie bei 7,3 Prozent jährlich. Die Angaben berücksichtigen bereits die Kosten auf Fondsebene und den Ausgabeaufschlag. Nach dieser Rechnung würden aus 100 Euro im Monat nach 20 Jahren rund 47.000 Euro. Damit hätte ein Student für ein vierjähriges Studium monatlich rund 1.000 Euro zur Verfügung. Eine Übersicht zur Wertentwicklung der verschiedenen Fonds finden Anleger auch auf der BVI-Webseite unter Statistik und dann Wertentwicklung Sparplan.

Kurzfristiges Sparen für Anschaffungen: Mischfonds bevorzugen
Ein Sparer, der etwa in drei Jahren für eine Renovierung oder Anschaffung mehrere tausend Euro benötigt, sollte hingegen schwankungsärmere Anlagen bevorzugen. Für solch zeitlich eher kurzfristige Sparziele eignen sich etwa Mischfonds. Eine aktuelle Analyse des BVI für die zurückliegenden drei Jahre per 31. Dezember 2015 zeigt: Stärker in Aktien des Euroraums anlegende Mischfonds erzielten im Schnitt jährliche Wertsteigerungen von 3,5 Prozent. In der Eurozone investierende ausgewogene Mischfonds erreichten durchschnittlich 2,9 Prozent im Jahr und mit stark anleihebasierten Mischfonds waren jährlich 2,6 Prozent möglich. Generell sollten Anleger jedoch bedenken, dass historische Betrachtungen keine Garantie für künftige Wertentwicklungen sind.

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