HORNIG

🇺🇸 TRUMP und die Welt dreht sich weiter.

Sehr geehrte Investoren,

nachdem nun in den letzten Wochen zum Thema US Präsidentschaftswahl alles gesagt wurde (nur nicht von jedem) ist es nun entschieden. Die Amerikaner wollen in der Mehrheit einen Präsidenten Trump. Ob bereits ein Schauspieler, ein Vater und dann sein Sohn an der Macht waren oder die mit großen Erwartungen gefüllten Jahre mit Obama nun hinter uns liegen, stets drehte sich die Welt weiter und zumeist wirtschaftlich sehr positiv für die USA. Als sich zu Beginn letzter Woche, aufgrund der Umfrageergebnisse eine wirklich nur minimale Tendenz pro Trump ergab, reagierten die Börsen mit sinkenden Kursen. Als dann Ende der Woche die Tendenz in Richtung Clinton wechselte, waren wir verwundert, dass die Börsen relativ stark stiegen und einen Sieg von Clinton bereits feierten. Sicher war doch nun wirklich nichts. Nun kam heute die „Überraschung“ und natürlich sind die Kurse daher zuerst stark eingebrochen, da viele Markteilnehmer auf einen Sieg Clintons gesetzt hatten. Während wir diesen Artikel schreiben, hat sich das anfängliche DAX Minus von 3% auf lediglich 0,5% reduziert. Also ein normaler Handelstag in mittlerweile leider gewohnten Bandbreiten.

Auf die Frage was das nun für unsere Depots bedeutet: Die vergangene Woche stiegen die Kurse stark, nun geht es ein gutes Stück abwärts – also ein nicht ungewöhnliches Börsenverhalten. Da sich einige große Fonds bereits auf abgesichertem Modus befanden, dürften die Gesamtauswirkungen im normalen Rahmen bleiben. Sehr erfreulich waren die Reaktionen heute früh, seitens einiger unserer Investoren per Mail, die konkret anfragten, ob man die günstigeren Kurse zum Nachkauf bereits jetzt nutzen sollte oder noch warten sollte. Wir möchten die kommenden Tage abwarten um die Lage zu sondieren. Sorge macht uns nicht die Wahl Trumps, sondern die fragwürdige Verfassung der US Wirtschaft und eine ggf. anstehende Zinserhöhung im Dezember, die aufgrund der Wahl möglicherweise hinausgezögert wurde. Politisch ist eine Aktion für die Glaubwürdigkeit der Federal Reserve notwendig. Bitte lassen Sie uns wissen, wenn Sie freie Kapazitäten zum Nachkauf haben. Sie erhalten dann im Verlauf der kommenden Wochen konkrete Vorschläge.

Wie geht es nun weiter?

Darüber werden wir die kommenden Tage viel lesen können. Alle Fonds, mit denen wir Kontakt halten, hatten sich auf dieses Ereignis vorbereitet und einen Plan in der Tasche, wie man mit der Situation umgehen könnte. Am Ende wird wie immer nicht so heiß gegessen, wie vorher gekocht wurde. Dies bedeutet: Ein Präsident Trump kann nicht über Nacht alles ändern und die Welt durcheinanderwirbeln. Daran ist die US Wirtschaft nicht interessiert.

Fazit:

Siege der Republikaner verbindet man historisch normalerweise mit Bürokratieabbau, Fortschritten in der Unternehmenssteuerreform und tendenziell niedrigeren Steuern. Trump befindet sich hier auf einer Linie mit der republikanischen Führung im Kongress. Am Ende könnte also eine mehr oder weniger konventionelle republikanische Politik herauskommen und wirtschaftlich schädliche Wahlversprechen – etwa im Außenhandel oder bei der Zuwanderung – werden aufgeschoben. Trump erklärte selbst im Mai:

“Schauen Sie, alles was ich heute sage – ich bin nicht der Präsident. Alles sind nur Vorschläge. (…) Ich bin total flexibel, bei vielen, vielen Themen, und glaube, das muss man auch sein.” 1

Dies lässt sehr viel Spielraum. Seine geschmacklich gewöhnungsbedürftige Wahlkampfführung lässt vermuten, dass die US Politik der Wall Street dennoch auch in Zukunft zu schaffen machen könnte. Daraus könnten sich in der vor uns liegenden Zeit aber auch sensationelle Kaufgelegenheiten ergeben.

Gerne sind wir für Sie da um Ihre Fragen zu beantworten und nun warten wir ab, wie sich in den kommenden Tagen alles entwickelt.

 

Herzliche Grüße und wir bedanken uns für Ihr Interesse

Familie Hornig

 

PS: Etwaige inhaltliche Ähnlichkeiten mit unserer Position zum BREXIT sind beabsichtigt. Dies soll die unerträgliche mediale Übertreibung vor solchen Ereignissen auf den Boden der Tatsachen zurückbringen. Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine.

1)Johnson, Jenna, „Trump: All policy proposals are just flexible suggestions“, The Washington Post, 13.05.2016